Ferritin & Blutwerte12 Min. Lesezeit

Ferritin erhöht: Ursachen, Werte und wann es ernst wird

Ein erhöhtes Ferritin bedeutet selten nur zu viel Eisen. Die häufigsten Ursachen, die nächsten Laborwerte und die Warnzeichen, bei denen Sie zeitnah ärztlichen Rat holen sollten.

Leena Bloom
Autorin: Leena Bloom·Geprüft von: FerraBloom Redaktion
Veröffentlicht:
Ferritin erhöht: Ursachen, Werte und wann es ernst wird
Inhalt
  1. Was bedeutet es, wenn das Ferritin zu hoch ist?
  2. Ab wann ist Ferritin zu hoch? Die Werte im Überblick
  3. Welche Ursachen hat ein zu hohes Ferritin?
  4. Ferritin hoch, Transferrinsättigung niedrig oder hoch: Was heißt das?
  5. Welche Untersuchungen folgen bei erhöhtem Ferritin?
  6. Welche Symptome hat man bei zu hohem Ferritin?
  7. Ferritin erhöht: Wann wird es gefährlich?
  8. Soll ich bei hohem Ferritin mit dem Eisen aufhören?
  9. Wie lässt sich ein zu hohes Ferritin senken?
  10. Wann Sie zum Arzt gehen sollten
  11. Häufige Fragen
  12. Quellen
Kurz gesagt
  • Ein zu hoher Ferritinwert bedeutet in den meisten Fällen nicht zu viel Eisen: Ferritin steigt auch bei Entzündungen, Infekten, Fettleber und Alkohol.
  • Um die Ursache zu finden, braucht es weitere Werte, vor allem die Transferrinsättigung, das CRP und die Leberwerte.
  • Laut WHO sollte bei einer gesunden erwachsenen Frau ein Ferritin über 150 ng/ml auf eine mögliche Eisenüberladung abgeklärt werden.
  • Wenn Ihr Ferritin hoch ist und Sie Eisenpräparate nehmen, setzen Sie diese ab und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie wieder damit beginnen.

Sie haben den Laborbefund abgeholt, gehen die Zeilen durch, und neben dem Ferritin steht ein Sternchen oder ein Pfeil nach oben. Die erste Reaktion ist meist eine Frage: Habe ich zu viel Eisen? Ist das gefährlich? Muss ich jetzt auf Fleisch verzichten?

Erst einmal durchatmen. Ist das Ferritin erhöht, ist das ein häufiger Befund, und bei den meisten Frauen steckt eine harmlose oder gut beeinflussbare Ursache dahinter. Manchmal ist ein erhöhtes Ferritin aber auch der erste Hinweis auf etwas, das man im Blick behalten sollte, etwa eine Hämochromatose oder eine belastete Leber. Hier lesen Sie, was der Wert wirklich aussagt, woher er am häufigsten kommt und welche Untersuchungen als Nächstes sinnvoll sind. Und vor allem, wann Sie nicht warten sollten.

Vorab ehrlich gesagt: Eine Diagnose finden Sie hier nicht. Sie finden das Rüstzeug, um Ihren Befund zu verstehen und Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die richtigen Fragen zu stellen.

Ferritin erhöht: Ursachen, Werte und wann es ernst wird
Die Bereiche dienen zur Orientierung. Maßgeblich ist der Referenzbereich auf Ihrem Befund.

Was bedeutet es, wenn das Ferritin zu hoch ist?

Ein zu hoher Ferritinwert heißt, dass im Blut mehr Ferritin zirkuliert, als das Labor als Obergrenze angibt. Das kann gut gefüllte Eisenspeicher widerspiegeln, deutet aber sehr oft auf etwas anderes hin: Ferritin steigt auch, wenn im Körper eine Entzündung, ein Infekt oder eine Schädigung der Leberzellen vorliegt.[1][2]

Ferritin ist das Eiweiß, das Eisen in den Zellen speichert. Wir nutzen es meist als Anzeige für die Eisenreserven, und am zuverlässigsten ist diese Anzeige, wenn der Wert niedrig ist. Ist er hoch, kann sie täuschen: Ferritin ist auch ein Akute-Phase-Protein, also einer der Stoffe, die der Körper vermehrt bildet, wenn er sich gegen etwas wehrt. Ein hoher Wert allein beweist deshalb nicht, dass Sie zu viel Eisen haben.

Wenn Sie nachlesen möchten, wie dieser Laborwert funktioniert, wenn er in die andere Richtung ausschlägt, finden Sie alles im Artikel über zu niedriges Ferritin.

Ab wann ist Ferritin zu hoch? Die Werte im Überblick

Einen einheitlichen Grenzwert für alle Labore gibt es nicht. Viele geben für Frauen eine Obergrenze von etwa 150–200 ng/ml an. Die WHO wertet ein Ferritin über 150 ng/ml bei gesunden erwachsenen Frauen als Anlass, eine mögliche Eisenüberladung abzuklären.[1]

Wichtig ist auch, wie weit Sie darüber liegen. 180 ng/ml nach einer Grippe wiegen nicht so schwer wie 900 ng/ml, die seit Monaten stabil sind. Die Tabelle unten ist eine grobe Orientierung, kein Werkzeug zur Selbstdiagnose.

Erhöhtes Ferritin bei Frauen: grobe Einordnung (1 ng/ml = 1 µg/l)
FerritinÜbliche EinordnungNächster Schritt
Bis etwa 150 ng/mlBei den meisten Laboren im Normbereich für erwachsene FrauenNichts Besonderes, wenn die übrigen Werte passen
150–300 ng/mlLeicht erhöht; häufig durch Entzündung, Fettleber, Alkohol oder EisenpräparateKontrolle zusammen mit CRP, Transferrinsättigung und Leberwerten
300–1000 ng/mlDeutlicher erhöht; die Ursache sollte sorgfältig gesucht werdenAbklärung in der hausärztlichen Ordination, eventuell bei Hepatologie oder Hämatologie
Über 1000 ng/mlHoher Wert, der zeitnah abgeklärt werden mussRasch ärztlichen Kontakt aufnehmen

Die Bereiche sind vereinfacht nach den Leitlinien zu Ferritin und Hämochromatose zusammengestellt.[1][3] Der Referenzbereich auf Ihrem Befund bleibt der wichtigste Maßstab.

Welche Ursachen hat ein zu hohes Ferritin?

Die häufigsten Ursachen für erhöhtes Ferritin sind Entzündungen, kürzlich durchgemachte Infekte, eine stoffwechselbedingte Fettleber und Alkohol. Eine echte Eisenüberladung, etwa durch Hämochromatose oder unnötig eingenommene Präparate, ist seltener, sollte aber immer ausgeschlossen werden.[2]

Entzündungen und Infekte

Eine kräftige Erkältung, eine Grippe, eine Bronchitis oder eine Blasenentzündung, aber auch eine Arthritis oder eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung können das Ferritin über Wochen anheben. Wurde Ihnen kurz nach einer Erkrankung Blut abgenommen, ist der Wert gut möglich „aufgebläht“. Deshalb wird oft empfohlen, die Messung 4–6 Wochen nach der Genesung zusammen mit dem CRP zu wiederholen.

Fettleber und metabolisches Syndrom

Bei Erwachsenen ist das eine der häufigsten Ursachen. Bauchbetontes Übergewicht, erhöhter Blutzucker oder hohe Triglyceride und eine Fettleber (heute auch MASLD genannt) gehen oft mit mäßig erhöhtem Ferritin bei normaler Transferrinsättigung einher.[2] Der Wert sinkt dann meist, wenn sich Gewicht, Ernährung und Bewegung verbessern.

Alkohol

Schon regelmäßiger Konsum, der den Betroffenen selbst gar nicht viel vorkommt, kann Ferritin und Leberwerte (vor allem die Gamma-GT) erhöhen. Ja, auch die zwei Gläser Wein am Abend.

Hämochromatose und andere Eisenüberladungen

Die erbliche Hämochromatose ist eine genetische Veranlagung, bei der der Darm über Jahre mehr Eisen aufnimmt, als der Körper braucht. Typisch ist die Kombination aus hohem Ferritin und hoher Transferrinsättigung, meist über 45 %.[3] Bei Frauen zeigt sie sich oft später als bei Männern, weil Menstruation und Schwangerschaften Eisen aus dem Körper bringen. Nicht selten fällt sie erst nach den Wechseljahren auf.

Eisenpräparate ohne Kontrolle

Das kommt häufiger vor, als man denkt: Man beginnt wegen Müdigkeit mit einem Eisenpräparat, nimmt es monatelang weiter, „weil es ja guttut“, und niemand kontrolliert den Wert. Der Körper hat keinen aktiven Weg, überschüssiges Eisen auszuscheiden. Eine Eiseneinnahme gehört daher immer zu einem Laborwert und einem Ziel.[4]

Seltenere Ursachen

  • Lebererkrankungen anderer Ursache, etwa eine Virushepatitis,
  • entzündliche Erkrankungen der Schilddrüse,
  • wiederholte Bluttransfusionen,
  • bestimmte Bluterkrankungen und, selten, Tumoren,
  • seltene genetische Besonderheiten wie das Hyperferritinämie-Katarakt-Syndrom, bei dem das Ferritin ohne Eisenüberschuss erhöht ist.

Tipp: Notieren Sie vor dem Arzttermin, ob Sie in den 4 Wochen vor der Blutabnahme Fieber oder einen Infekt hatten, wie viel Alkohol Sie in einer typischen Woche trinken und welche Nahrungsergänzungsmittel Sie seit wann nehmen. Genau danach wird man Sie als Erstes fragen.

Ferritin hoch, Transferrinsättigung niedrig oder hoch: Was heißt das?

Die Transferrinsättigung zeigt, wie viel Eisen tatsächlich im Blut transportiert wird. Hohes Ferritin mit normaler oder niedriger Sättigung spricht vor allem für Entzündung oder Fettleber. Hohes Ferritin mit hoher Sättigung, also über 45 %, deutet eher auf einen echten Eisenüberschuss hin.[2][3]

Häufige Wertekombinationen bei hohem Ferritin
FerritinTransferrinsättigungCRPHäufigste Erklärung
HochNormal oder niedrigHochLaufende oder kürzlich abgeklungene Entzündung bzw. Infekt
HochNormalNormalFettleber, metabolisches Syndrom, Alkohol
HochHoch (über 45 %)NormalMögliche Eisenüberladung, Abklärung auf Hämochromatose
HochNiedrigHochChronische Entzündung, die Eisen in den Speichern „festhält“; kann einen Eisenmangel verdecken

Achten Sie besonders auf die letzte Zeile: Bei einer chronischen Entzündung kann das Ferritin hoch sein, während für die Blutbildung nur wenig Eisen verfügbar ist. Die EHA-Empfehlungen sehen vor, bei Entzündung einen Eisenmangel auch bei Ferritin bis 100 ng/ml und einer Sättigung unter 20 % in Betracht zu ziehen.[5] Wie man diese Werte zusammen liest, erklären wir ausführlich im Beitrag über die Eisenwerte im Blut.

Lesen Sie auchEisenwert im Blutbild: Serumeisen, Ferritin, Transferrin

Welche Untersuchungen folgen bei erhöhtem Ferritin?

Nach einem hohen Ferritin wird der Wert meist zusammen mit Transferrinsättigung, Serumeisen, CRP, kleinem Blutbild und Leberwerten wiederholt. Bleibt die Sättigung hoch, folgt häufig ein Gentest auf Hämochromatose (HFE-Gen).[3]

Ein typischer Ablauf, den Ihre Ärztin oder Ihr Arzt an Ihre Situation anpasst:

  1. Kontrollmessung morgens, nüchtern und mit Abstand zu Infekten: Ferritin, Serumeisen, Transferrin und Sättigung, CRP, Blutbild.
  2. Leber und Stoffwechsel: GPT (ALT), GOT (AST), Gamma-GT, Blutzucker, Triglyceride, manchmal ein Ultraschall des Bauchs.
  3. HFE-Gentest, wenn die Transferrinsättigung wiederholt über 45 % liegt.
  4. Fachärztliche Abklärung (Hepatologie oder Hämatologie), wenn die Werte ohne klare Erklärung hoch bleiben oder 1000 ng/ml übersteigen.
Ferritin erhöht: Ursachen, Werte und wann es ernst wird
Eine Kontrolle mit Abstand zu Infekten erspart viele Fehlalarme.

Welche Symptome hat man bei zu hohem Ferritin?

Ein hohes Ferritin selbst verursacht keine Beschwerden. Was man spürt, wenn überhaupt, hängt von der Ursache ab: das Fieber eines Infekts, die Gelenkschmerzen einer Arthritis, die Müdigkeit bei einer belasteten Leber. Viele Frauen entdecken den Wert zufällig bei einer Routineuntersuchung.

Bei einer echten Eisenüberladung kommen die Anzeichen langsam und sind unspezifisch: anhaltende Erschöpfung, Schmerzen in den Fingergelenken, weniger Lust auf Sex, manchmal eine dunklere Haut. Diese Beschwerden passen auch zu vielen anderen Ursachen. Entscheidend sind deshalb die Laborwerte, nicht die Symptomliste.

Ferritin erhöht: Wann wird es gefährlich?

Zeitnah ärztlich besprechen sollten Sie den Befund, wenn das Ferritin über 1000 ng/ml liegt, wenn es auch bei einer Kontrolle mit Abstand zu Infekten hoch bleibt, wenn die Transferrinsättigung über 45 % liegt oder wenn auch die Leberwerte auffällig sind.[3]

Weitere Gründe, nicht abzuwarten:

  • Eine nahe Verwandte oder ein naher Verwandter hat Hämochromatose oder „zu viel Eisen“,
  • das Ferritin steigt von Kontrolle zu Kontrolle,
  • Sie haben deutliche Erschöpfung, Gelenkschmerzen oder Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen,
  • Sie nehmen Eisenpräparate oder Multivitamine mit Eisen,
  • Sie sind schwanger oder stillen und haben einen hohen Wert erhalten.

In allen anderen Fällen gilt: Ein leicht erhöhtes Ferritin, das zufällig aufgefallen ist, braucht eine geplante Kontrolle, keine Panik.

Soll ich bei hohem Ferritin mit dem Eisen aufhören?

Ja. Wenn Sie Eisenpräparate nehmen und Ihr Ferritin erhöht ist, setzen Sie diese ab und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie wieder anfangen. Selbst wenn eine Entzündung die Ursache ist: Zusätzliches Eisen bringt nichts, solange unklar ist, was los ist.[4]

Werfen Sie einen Blick auf die Etiketten. Eisen steckt auch in vielen Multivitaminpräparaten, in Kapseln „für Haare und Nägel“ und in Sportprodukten. So nimmt man schnell aus zwei Quellen Eisen auf, ohne es zu merken. Eine Eisenergänzung ist sinnvoll, wenn ein Laborwert niedrige Speicher zeigt, nicht als Gewohnheit.

Tipp: Bringen Sie die Packungen Ihrer Nahrungsergänzungsmittel oder Fotos der Etiketten zum Termin mit. So lässt sich sofort ausrechnen, wie viel Eisen Sie pro Tag aus allen Quellen zusammen aufnehmen.

Wie lässt sich ein zu hohes Ferritin senken?

Wie man das Ferritin senkt, hängt von der Ursache ab. Liegt eine Entzündung vor, wird diese angegangen, und der Wert sinkt von selbst. Bei einer Fettleber helfen Gewichtsabnahme, Bewegung und weniger Alkohol. Bei echtem Eisenüberschuss kann die Ärztin oder der Arzt regelmäßige Aderlässe vorschlagen.[3]

Im Alltag, solange die Abklärung läuft, sind einige Schritte vernünftig:

  • Alkohol reduzieren oder ganz weglassen, zumindest bis zum Termin,
  • Präparate mit Eisen und hochdosiertem Vitamin C pausieren, sofern nichts anderes verordnet ist,
  • Fleisch oder Hülsenfrüchte müssen Sie nicht streichen: Die Ernährung allein ist selten der Grund für ein hohes Ferritin,
  • Finger weg von „Detox-Kuren“ oder Produkten, die versprechen, das „Blut zu reinigen“.

Hatten Sie früher einmal zu niedriges Ferritin und möchten wissen, wo Ihr Wert liegen sollte? Unser kostenloser 20-seitiger Ferritin-Ratgeber fasst Grenzwerte, Untersuchungen und Fragen für das Arztgespräch zusammen.

Lesen Sie auchFerritin zu niedrig? Normalwerte bei Frauen, Ursachen und was hilft

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

  • Ferritin über 1000 ng/ml,
  • hohes Ferritin, das sich bei einer zweiten Messung mit Abstand zu Infekten bestätigt,
  • Transferrinsättigung über 45 %,
  • auffällige Leberwerte oder Schmerzen im rechten Oberbauch,
  • Hämochromatose in der Familie,
  • Schwangerschaft, Stillzeit oder regelmäßige Einnahme von Medikamenten,
  • Einnahme von Eisenpräparaten in den letzten Monaten.

Häufige Fragen

Ist ein zu hohes Ferritin gefährlich?

Nicht unbedingt. Sehr oft spiegelt es eine kürzliche Entzündung, eine Fettleber oder Alkoholkonsum wider und normalisiert sich, wenn die Ursache angegangen wird. Ernst wird es, wenn der Wert sehr hoch ist, dauerhaft hoch bleibt oder mit einer Transferrinsättigung über 45 % einhergeht. Dann ist eine ärztliche Abklärung nötig.

Ist ein Ferritin von 300 bei einer Frau viel?

Der Wert liegt über der Obergrenze der meisten Labore und über der Schwelle von 150 ng/ml, ab der die WHO bei erwachsenen Frauen eine Abklärung empfiehlt. Alarmierend ist er für sich genommen nicht, er sollte aber mit CRP, Transferrinsättigung und Leberwerten kontrolliert werden, um die Ursache zu finden.

Kann Stress das Ferritin erhöhen?

Psychischer Stress allein gilt nicht als anerkannte Ursache für hohes Ferritin. Erhöhen können es dagegen ein kürzlicher Infekt, eine Entzündung, sehr intensives Training in den Tagen vor der Blutabnahme oder Alkohol. Im Zweifel lassen Sie den Wert in einer ruhigen Phase ohne Erkrankung erneut bestimmen.

Was sollte man bei erhöhtem Ferritin nicht essen?

Ohne Diagnose gibt es keine spezielle Diät. Bis die Ergebnisse da sind, ist es sinnvoll, weniger Alkohol zu trinken, auf Präparate mit Eisen oder hochdosiertem Vitamin C zu verzichten und mit Eisen angereicherte Lebensmittel zu begrenzen. Konkrete Ernährungsempfehlungen gibt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, je nach gefundener Ursache.

Hängen hohes Ferritin und Haarausfall zusammen?

Haarausfall wird vor allem mit niedrigem, nicht mit hohem Ferritin in Verbindung gebracht. Fallen Ihnen die Haare aus und ist das Ferritin hoch, liegt die Ursache wahrscheinlich woanders: Schilddrüse, Hormone, Stress oder ein kürzlicher Infekt. Mehr dazu im Artikel über Haarausfall bei Frauen und seine Ursachen.

Quellen

  1. WHO. Guideline on use of ferritin concentrations to assess iron status in individuals and populations. Geneva, 2020. who.int
  2. Sandnes M, Ulvik RJ, Vorland M, Reikvam H. Hyperferritinemia: a clinical overview. J Clin Med. 2021;10(9):2008. doi.org
  3. European Association for the Study of the Liver. EASL Clinical Practice Guidelines on haemochromatosis. J Hepatol. 2022;77(2):479–502. doi.org
  4. EFSA NDA Panel. Scientific opinion on the tolerable upper intake level for iron. EFSA Journal. 2024;22(6):e8819. doi.org
  5. Iolascon A et al. Recommendations for diagnosis, treatment and prevention of iron deficiency and iron deficiency anaemia. HemaSphere. 2024;8(7):e108. doi.org

Der Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sprechen Sie vor der Einnahme von Eisenpräparaten mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.

Leena Bloom

Leena Bloom

Beraterin für Nahrungsergänzungsmittel

Beraterin für Nahrungsergänzungsmittel und Gesicht der Marke FerraBloom. Sie schreibt über Eisen, Ferritin und gesunde Haare auf Basis aktueller Leitlinien und Studien. Jeden Text prüft die FerraBloom Redaktion. Alle Artikel · Redaktionelle Richtlinien

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